Sally’ s Welpen sind da
Am 15. April hat Sally ihre Welpen bekommen.
Bis dahin war es aber ein langer und beschwerlicher Weg:
Am Abend des 13. Aprils begannen bei Sally die Wehen.
Der 14. April verstrich, ohne das sich was nennenswertes ereignete.
In den Morgenstunden des 15. Aprils verlor Sally in größerem Umfang Fruchtwasser – sollte es jetzt losgehen?
Leider nein, außer verstärkten Wehen ging es nicht weiter.
Darauf gegen 7 Uhr zu unserem Tierarzt, Herrn Botzenhardt von der Voerder Tierarztpraxis Schlagheck.
Nach einer sofortigen Ultraschall-Untersuchung stand fest:
a)
die Welpen leben (noch)
b)
es ist ein größerer Wurf
Danach eine Röntgen - Untersuchung.
Und tatsächlich – auf den Bildern zeigte sich, dass ein Welpe quer zum Wurfkanal lag.
Da die Lage noch nicht zu bedrohlich war, sollte Sally noch eine Chance bekommen, die Welpen natürlich zu bekommen und Herr Botzenhardt injizierte ein stärkendes Medikament. Sollte es nicht in den nächsten Stunden anschlagen, sollten wir gegen 10 Uhr zurückkommen und ein Kaiserschnitt durchgeführt werden.
Sally versuchte tapfer, die Welpen ins Leben zu befördern, ihre Presswehen führten jedoch leider zu nichts. Lange Rede – kurzer Sinn – es kam, wie wir es uns alle nicht gewünscht hatten.
Sally musste unters Messer – der Kaiserschnitt war unumgänglich.
Um 10.30 Uhr war’s dann soweit – in unmittelbarer Folge holte Herr Botzenhardt insgesamt 9 Welpen aus Sally’ s Bauch.
Alle anwesenden Helferinnen, meine Frau und ich waren dann voll damit ausgelastet, die Welpen ins Leben zu rubbeln.
Dabei mussten wir leider feststellen, dass eins der Welpen eine Totgeburt war.
Ein weiterer Welpe hatte einen offenen Nabelbruch. Da der Welpe aber starke Lebenszeichen gab, hat Herr Botzenhardt in der nächsten halben Stunde mühevoll den offenen Bauch verschlossen, war aber skeptisch, ob das kleine durchkommen würde.
Wir wollten es aber wenigstens versuchen – ein Leben ist ein Leben.
Damit zurück zum gesamten Wurf.
Sally hat 9 Welpen bekommen, 1 Rüde und 8 Hündinnen, von denen 1 Hündin die Totgeburt war und eine 2. Hündin den offenen Nabelbruch hatte.
In der Folge nähte Herr Botzenhard Sally wieder zusammen und gab ihr ein Narkose –aufhebendes Medikament, sodass wir dann die Praxis mit unserem Welpen-gefüllten Korb und Sally verlassen konnten.
Gegen 13 Uhr waren wir endlich wieder daheim und legten die Welpen an Sally’ s Zitzen an, wobei Sally – noch in den Nachwirkungen der Narkose – nicht wirklich wusste, wie ihr geschieht.
In den nächsten Stunden mussten wir dann feststellen, dass Sally, wohl aufgrund der Narkose-Nachwirkungen, die Welpen (noch) nicht als ihre eigenen erkannte. Demzufolge waren wir am Rest des Freitags und die ganze Nacht bis zum Samstagmittag ständig damit beschäftigt, Sally zum Säugen zu „überreden“, die Welpen anzusetzen und nach Ende des Säugens zu „entleeren“ (Urin und Kot abstreichen).
Verschärft wurde das Ganze durch unser „Sorgenkind“ – der Welpe mit dem Narbenbruch.
Die Kleine zeigte keine wirkliche Bereitschaft, an Sally’ s Zitzen „anzudocken“, demzufolge wurde auch nicht gesäugt und sie wurde ständig schwächer. Ab dem frühen Freitagabend haben wir uns zur künstlichen Fütterung entschieden, aber auch hier nahm der Welpe die Trinkflasche, wenn überhaupt, nur ganz schwach an.
Am Samstagmittag hat unser Tierarzt dann noch mal versucht, dem Welpen mit einem Schmerzmittel zu helfen. Aber auch das hat nicht geholfen.
Danach versuchten wir stundenlang, der Kleinen beim Trinken zu helfen, sie zu stimulieren und zu wärmen. Am Nachmittag ist dieser Welpe dann während eines weiteren Säug-Durchganges an Mama’ s Bauch gestorben.
Zu unserem Trost hatte Sally aber im Laufe des Vormittags begonnen, ihre Welpen liebevoll als ihre eigenen anzunehmen, intensiv zu säugen, abzulecken und bei Welpen-Quietschen und sonstigen Welpen-Aktivitäten sofort parat zu stehen.
Bei so viel liebevoller Zuwendung entwickeln sich die verbliebenen 7 Welpen prima und haben auch schon zugenommen. 
 
 
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